03.02.2020

StadtGOLD: Großes Neubauprojekt der Bayernhaus Wohn- und Gewerbebau GmbH in Schwabach

Im April 2019 erwarb die Bayernhaus Wohnund Gewerbebau GmbH das Grundstück der Maschinenfabrik Niehoff an der Fürther Straße in Schwabach. Auf dem Areal soll ein neues Wohnquartier entstehen, das aufgrund der innenstadtnahen Lage und der Größe das Stadtbild Schwabachs nachhaltig prägen wird. Bayernhaus beauftragte deshalb drei Architekturbüros, ein Stadtentwicklungskonzept zu erarbeiten. Dieses soll über die Grenzen des erworbenen Grundstücks hinaus auch langfristige Entwicklungsmöglichkeiten des Gebiets mit einbeziehen.

Bürgerworkshop zum Neubauprojekt

Entsprechend des Bayernhaus Leitgedankens „Immobilien für Menschen“ werden beim neuen Projekt in der Goldschlägerstadt auch die Wünsche und Stimmen der Bürgerinnen und Bürger in die Planungsarbeit mit einbezogen. In Zusammenarbeit mit der Stadt Schwabach veranstaltete Bayernhaus deshalb Anfang Dezember einen Bürgerworkshop. Dabei präsentierten die drei Architekturbüros zunächst ihre Konzepte. Anschließend konnten Interessierte ihre Bedenken, aber auch positiven Eindrücke in Form von grünen und roten Karten an einer Pinnwand äußern. Mit dem Feedback der Bürgerinnen und Bürger sowie des Gremiums aus Architekten, Verkehrsplanern, Verantwortlichen der Stadt Schwabach und der Bayernhaus Wohn- und Gewerbebau GmbH im Gepäck können die drei Architekturbüros ihre Konzepte entsprechend anpassen und verfeinern.

Nicht die erste, sondern die beste Lösung

„Wir möchten nicht einfach ein Grundstück bebauen, wie es uns gefällt. Es soll sich perfekt in die Umgebung einfügen, die Stadt verbessern und die Wünsche der Anwohner, soweit es planerisch möglich ist, mit aufnehmen. Schließlich leben diese Menschen entweder in unseren Immobilien oder sehen sie täglich in ihrer direkten Umgebung. Da soll alles passen.“, sagt Ringo Haritz, Geschäftsführer der Bayernhaus Wohn- und Gewerbebau GmbH, über die Vorgehensweise. Ein solch aufwändiges Verfahren wie bei dieser mehrstufigen Mehrfachbeauftragung sei alles andere als selbstverständlich, betonte Stadtbaurat Ricus Kerckhoff. „Das ist eine Maßnahme für hohe Qualität, dass es nicht die erste, sondern die beste Lösung sein soll.“, ergänzte Professor Schirmer, dessen Architekturbüro für die Organisation des Wettbewerbs verantwortlich ist.

Stadtvillen, Punkthäuser oder große Gebäude?

Die Vorschläge der Architekturbüros könnten unterschiedlicher nicht sein. Alle beinhalten jedoch Lösungsvorschläge, um den Lärm der Fürther Straße zu reduzieren, sowie Tiefgaragen, die für ausreichend Parkmöglichkeiten sorgen und das Gefälle des Grundstücks nutzen.

Das Atelier PWBaukunst aus Leipzig plant in Zusammenarbeit mit ARC Grün aus Würzburg beispielsweise fünf große Gebäude mit einer jeweils eigenen Charakteristik und verkehrsberuhigte Bereiche auf dem Areal. So können ca. 200 Wohnungen entstehen.

Hübsch und Harlé aus Fürth setzen dagegen auf mehrgeschossige Punkthäuser mit eigenen Wohnhöfen, einen Quartiersplatz mit Bäcker und Metzger für den täglichen Bedarf sowie Gärten und Spielplätze.

Architekt Johannes Petzl von Planetz München bezog die Charakteristik des Geländes und der Stadt Schwabach stark in sein Konzept mit ein. Er schlug eine terrassenartige Bebauung mit Villencharakter, grüne Dachgärten und autofreie Wohnhöfe vor.

Anfang dieses Jahres werden die Konzepte der Architekturbüros ein zweites Mal präsentiert. Das Gremium entscheidet sich dann für einen Entwurf, der später von den Planern der Bayernhaus Wohn- und Gewerbebau GmbH im Detail ausgearbeitet werden wird, und empfiehlt diesen dem Stadtrat.

www.bayernhaus.de

Foto: Luftbild der Microlage des Neubauprojekts StadtGOLD in Schwabach.